MePri Lectures
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Lecture No 21
Alexander Roob: War Artists
Anhand einer Vielzahl von Bildbeispielen gibt der Vortrag einen Überblick über Traditionen piktotaler Kriegsreportage von der Barockzeit bis zum jüngsten Afghanistankrieg.
Der Vortrag findet anlässlich der Finissage der Ausstellung Sandow Birk - Jacques Callot. Die Schrecken des Krieges – The Depravities of War statt.
Sonntag, 3.10.2010 , 17 Uhr
Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen
Spendhausstr. 4, 72764 Reutlingen -
Lecture No 20
Theo de Feyter: "Hemelsbreed - Himmelweit. Malereien vor Ort"
Theo de Feyter ist Künstler, Nahostspezialist und ausgebildeter Archäologe. In dem Vortrag wird er einige seiner Malereiprojekte vorstellen, in denen er sich mit der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit auseinandersetzt, einen temporalen Verlauf in Bildern festzuhalten. In der fortlaufenen Bilderserie ‘Mein Ausblick um 17.00 Uhr’ malt er tagein, tagaus, was sich ihm beim Blick aus seinem Atelierfenster bietet. Alle Parameter sind soweit wie möglich festgelegt: Zeitpunkt, räumliche Position, Format und Technik. An Motiven wird registiert, was der Zufall bietet. Wenn man die Bilder in der Reihung zeigt, entweder als Tableaus in der Ausstellung oder als Daumenkino in Buchform, wird Temporalität als jahreszeitliches Phänomen sichtbar.
De Feyters Bilder sind um topographische Sachlichkeit bemüht. Sie entstehen “vor dem Motiv” und fordern in dieser Entstehungsweise auch immer wieder Kommentare von Passanten und Zuschauern heraus, die dann im Zusammenhang mit den Präsentationen der Bilder als schriftliche Notate erscheinen. Es geht dabei immer wieder um die Frage, was es wert sei, festgehalten zu werden, um das alte Themas des “Pittoresken”, um das Sublime und das Banale in der Malerei; eine Problematik, die von De Feyter in seinem Vortrag neu durchdacht werden wird.
Mo. 19. 04. 2010, 19 Uhr
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,
Alte Aula (Altbau) -
Lecture No 19
Alexander Roob: Andy Warhol - der letzte Tiler
Wie kein anderer Künstler seiner Zeit war Warhol in vielen entscheidenden Facetten seines Werks den protoavantgardistischen Ausprägungen der Ästhetizistischen Bewegung des 19. Jahrhunderts verpflichtet. Die kommentierte Bildstrecke mit Archivmaterial des MePri parallelisiert Dokumente des Factory-Betriebs mit Zeugnissen der Aktivitäten der frühesten Emanzipationsbewegung nordamerikanischer Kunst und sie zeigt Arbeiten aus Warhols erster Karriere als Illustrationsgrafiker.
Der Vortrag findet statt im Rahmen der Ringvorlesung `Who is that pale man?' – zu Wirkung und Relevanz des Werks von Andy Warhol, die die Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart in Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart veranstaltet.
Di. 15.12. 2010, 19 Uhr
Staatsgalerie Stuttgart
Vortragssaal im Stirling-Bau
Konrad-Adenauer Str. 30-32, 70173 Stuttgart -
Lecture No 18
Astrit Schmidt-Burkhardt: Maciunas' Atlas-Projekt
George Maciunas' Oeuvre von rund drei Dutzend Geschichtsdiagrammen entstand zwischen 1953 und 1973. Zunächst als vielseitig interessierter Student, dann kurzzeitig als Architekt, längerfristig als Fluxus-Initiator und schließlich als New Yorker Stadtentwickler von Fluxhousing Cooperatives hat sich Maciunas über einen Zeitraum von zwanzig Jahren mit der diagrammatischen Veranschaulichung von historisch-politischen, kulturgeschichtlichen, ökonomischen, und künstlerischen Kausalitäten auseinandergesetzt. Die große Bandbreite dieser Arbeiten reicht vom spärlichen Informationsgerüst bis zum dichten Datenteppich. Auf vielfältige Weise wurden Fragen der Geschichtsschreibung und der Bildpolitik immer wieder neu gestellt. Das ist bekannt. Weitgehend unbekannt blieb dagegen die Tatsache, dass sich Maciunas auch als "Map Artist" hervorgetan hat. Das diagrammatische Schaffen von Maciunas begann nämlich mit einem bemerkenswerten Kartenwerk. Dieses Atlas-Projekt steht zugleich am Anfang der kartographischen Aufklärungsarbeit, die zahlreiche Künstler in den 1960er und 70er Jahren mit ihren kritischen Entwürfen von Landkarten betrieben haben.
Die Bildhistorikerin Astrit-Schmidt- Burckhardt forscht seit längerem zur genealogischen Diagrammatik der Avantgarden.
Do. 30.6., 19 Uhr
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart,
Mehrzwecksaal (Neubau)
Exhibitions
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Melton Prior Cabinet # 1 Anarchism and Modernism
At the end of the 19th century, a number of artists of the Parisian Montmartre scene worked in the field of press illustrations. “During this time, the influence of the press on art was unrivalled,” Jacques Villon recalled. “It contributed to painting freeing itself from the claws of academism in a faster way.
It was predominantly anarchist magazines such as La Feuille founded by the radical journalist Zo´d Axa, which had idolized the executed dynamiter Ravachol as a “martyr of action”, around which Bohemian artists had gathered during the ‘incubation’ period of modernism. The illustrated magazine L´ Assiette au Beurre (The Plate of Butter), founded in 1901 by the Hungarian publisher Samuel Schwarz, was artistically outstanding. The eagerness to experiment and the uncompromising artistic stance with which many of the magazine’s draughtsmen attacked “the ruling class”, which had violently taken the cream, or butter, of the nation’s assets, is unchallenged in the history of illustrated art. These press illustrations were mostly reproduced using the zincographic method of Gillotage.
The most interesting illustrators of the time include Gustav-Henri Jossot and Frantisek Kupka. Gustave-Henri Jossot combined the Cloisonism of the Nabis with contemporary cartooning, thus creating an art that passed Cubism on the Simpsons lane. A ceramic lithograph by Frantisek Kupka, Les Fous from 1899, is on view. It took on a central position in Kupka’s early work and was on display at two World’s Fairs, 1900 in Paris and 1904 in St. Louis. In a highly impressive manner, the work expresses the explosive entanglement of militarism, nationalism and hypocrisy. In formal terms, Kupka approaches the idea of an assembled reality, as it was later expressed in the prints of Pop artists such as Robert Rauschenberg.
Mi. 9.6. – Fr. 9.7.2010
Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Raum: 203 - 205
Gebäude: A [Altbau]
Mo-Do 9.30 bis 18.30
Fr 9.30 bis 17.00 -
Politische Bildergeschichten / Political Comics
For the first time, the exhibition Political Comics brings together an international spectrum of politically motivated sequential art from the invention of printing to the present day. Examples are shown of a democratic visual language that present general and open propositions communicated primarily in narrative form. The democratic pictorial understanding innate to the comic, to sequential art, which – despite the name – is not necessarily “comic,” brings to a point the pretensions of institutions concerned with communicating art and bridging the gap between art production and the public.
The Melton Prior Institute is involved with a set of loans: Graphic novels, catalogues and graphic portfolios by Harold Begbie & F. Carruthers Gould, Steve Bell, Sue Coe, Jules Grandjouan, Paul Hogarth, Laurence Hyde, Henri Gustave Jossot, Frantisek Kupka, Carl Meffert, Otto Nückel, Giacomo Patri, Henry Ritter, Ben Shahn, Manfred Schmid, Adolf Schrödter, William Siegel, Otto Soglow, Théophile-Alexandre Steinlen, Mathilde ter Heijne, Félix Vallotton, Lynd Ward, Adolphe Willette
19 December 2009 – 14 March 2010
Kunstverein Hamburg -
Karl Valentin, Komik und Kunst seit 1948
Die von Michael Glasmeier und Wolfgang Till kuratierte Ausstellung geht den Einflüssen Valentins in der zeitgenössischen Kunst nach. Sie versteht sich allerdings weniger als eine Hommage, sondern eher als ein Versuch, sich gerade in den Experimenten zeitgenössischer Künstler der präzisen und anarchistischen Möglichkeiten des Komischen zu vergewissern. Sie feiert den methodischen Wahnsinn der künstlerischen Komik in seinen wesentlichen Formungen und damit gleichzeitig jene geniale Ökonomie Karl Valentins, die sich in allen Exponaten mehr oder weniger ausdrücklich aufspüren lässt.
Das Melton Prior Institut präsentiert im Rahmen dieser Ausstellung Sammlungsbestände zur Entwicklung der Salon- bzw. Kunstkarikatur, ein Genre, das Karl Valentin zur Gründung seines berühmten Panoptikums inspiriert hatte.
24. Juli bis 15. November 2009
Muenchner Stadtmuseum, Muenchen.Ein Katalog erscheint im Verlag Silke Schreiber, München
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Zu der Ausstellung 'Unterwegs: Reportage Zeichnungen (Int.)'..
die von der Hochschule für Gestaltung+Kunst in Luzern im Rahmen des internationalen Comix-Festivals Fumetto vom 01.-09.04 2006 an verschiedenen Orten im Stadtraum Luzerngezeigt wurde, steuerte das MePri Zeichnungen von Robert Weaver aus der Woolworth-Serie sowie Ausschnitte aus dem Guardian-Projekt von Alexander Roob bei.
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Tauchfahrten - Zeichnung als Reportage
kuratiert von Clemens Krümmel und Alexander Roob
Kunstverein Hannover, 27. 11. 2004 - 30.01. 2005
Kunsthalle Düsseldorf,19.2. - 24.4. 2005 -
50 Jahre Documenta: Archive in Motion
Kunsthalle Fridericianum
Kassel, 01.09.- 20.11.2005
Publications
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ZfM / 3: Aufzeichnen
Die neue Ausgabe der Zeitschrift für Medienwissenschaft ZfM , editert von Petra Löffler und Kathrin Peters, befasst sich mit Verfahren des Aufzeichnens. Ob mittels Fotografie, Film, Tonband oder durch Mitschriften, Protokolle und Visualisierungstechniken sowie im Fall digitalen Recordings – immer werden Medien eingesetzt, um Daten zu generieren. Diese Verfahren sind besonders in den Natur- und Humanwissenschaften unentbehrlich geworden, ja sie bilden die Grundlage empirischen Forschens. Diesen wissenschaftlichen Gebrauchsformen stehen zugleich künstlerische Verfahren des Aufzeichnens zur Seite. Die aus diesen Praktiken hervorgegangenen Bilder, Notationen und Grafen sind in der Kunst der Moderne ebenso verankert wie in der wissenschaftlichen Beweisführung. Das aktuelle Schwerpunktthema widmet sich diesen Interdependenzen zwischen wissenschaftlichen und künstlerischen Aufzeichnungsverfahren und geht den Transfers von Bildern, Techniken und Versuchsanordnungen zwischen beiden Bereichen nach.
Petra Löffler & Kathrin Peters: Aufzeichnen. Einleitung in den Schwerpunkt. / Mary Ann Doane: Hat das Medium Gewicht? / Herta Wolf: Zeichnen und Aufzeichnen als Konzeptualisierungen der fotografischen Medialität / Barbara Wurm: Vom Wissen (in) der Film-Notation / Ivan Ladislav Galeta: Auf-Zeichnungen / Monika Dommann: Recording Prints, Reading Films, Mikrofilme, amerikanische Kosmopoliten und die Entdeckung des Copyrightproblems in den 1930er Jahren / Matthias Thiele: Die ambulante Aufzeichnungsszene / Clemens Krümmel & Alexander Roob: Bildstrecke aus dem Archiv des Melton Prior Institut für Reportagezeichnung / Christoph Schäfer im Gespräch mit Ulrike Bergermann: Maschinen aus Möglichkeiten: „Die Stadt ist unsere Fabrik“/ Till A. Heilmann: Digitalität als Taktilität. McLuhan, der Computer und die Taste
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Alexander Roob:
«Auch ich in Verdun-
Zu den Ansichten und Zeichnungen des Kriegsreisenden GoetheȎdition questions Sonderband 4
Als einflussreicher antirepublikanischer Propagandist und ehemaliger Militär- und Rüstungsexperte des Herzogtums Sachsen-Weimar nahm der Dichter Goethe 1792 am Feldzug der monarchistischen Allianz gegen das revolutionäre Frankreich teil. Wenige Monate darauf war er als Begleiter preußischer Truppen Augenzeuge der Niederschlagung der Mainzer Republik, des ersten demokratischen Staatswesens auf deutschem Boden, das mit Unterstützung der französischen Revolutionsarmee etabliert worden war.
Seine Berichte über die turbulenten Ereignisse verfasste Goethe erst 30 Jahre später, in der Ära der nachnapoleonischen Restauration. Als wesentliche Gedächtnisstütze fungierte dabei sein immenses Bildarchiv, in dem sich auch etliche Blätter aus eigener Hand befanden.
Die vorliegende Publikation analysiert die vom Ideal einer heroischen Landschaft geprägten Kriegszeichnungen Goethes so wie die Arbeiten der ihn begleitenden Künstler vor dem Hintergrund barocker Ereignisgrafik, früher topographischer Aufzeichnungspraktiken und der aufkeimende pittoresken Bewegung. Sie stellt Bezüge her zwischen der Leitmotivik seiner Bildproduktion und seiner späten Dichtungen, zwischen seinen Ansichten und seinen realpolitischen Aktivitäten, die ihn als einen wichtigen Repräsentanten der Metternich´schen Repressionspolitik auswiesen.
«Das Bild vom Geheimrat von Goethe als einem moderaten Diener eines friedlichen Musenstaates scheint (...) dringend einer Korrektur zu bedürfen. Und mit dieser Korrektur zeichnet sich im Zusammenhang mit seinem sozialutopischen Spätwerk auch ein viel plastischeres Bild ab von dem, was die geistige Schirmherrschaft des Dichters über der Gründung des neuen Wilhelminischen Reichs tatsächlich bedeutet hat und was sie vor allem in der Kontinuität deutscher Geschichte mit dem darauf folgenden 'Dritten Reich' verbindet.»
Hrsg. Ignaz Knips, Gerhard Theewen
Seitenzahl: 84, Format: 21,5 cm x 13,5 cm, Einbandart: Broschur, 2008
ISBN 978-3-89770-298-1, € 15,-
www.salon-verlag.de
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Beitrag von Clemens Krümmel:
«Der Tod des Autors (Spoilers!)»
zu «The Medusa Touch», Harpo Marx, Shane Simmons, Roghie A. Torvund,
S. 153–157
in: «Shandyismus. Autorschaft als Genre»
Ausstellungs-Katalog.Secession, Wien 2007
Helmut Draxler (Hg.) -
Glasmeier, Michael; Bippus, Elke (Hg.)
Künstler in der Lehre
Texte von Ad Reinhardt bis Ulrike Grossarth
u.a. mit einem Beitrag von Alexander Roob über
«Die Lehren des Robert Weaver»,
so wie eine 20 -seitige bilderserie von Weaver mit dem Titel:
«Artists and Models»Fundus Band 151
ISBN: 3-86572-411-6
EUR 20,00 -
Alexander Roob:
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édition séparée N°34, 2006
Salon Verlag
ISBN 3-932189-34-5
7,50 EUR
www.salon-verlag.de
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Ausstellungskatalog
«Tauchfahrten. Zeichnung als Reportage»
Dtsch.-Engl. Texte v. Michael Glasmeier, Karin Gudovatz,
Clemens Krümmel, Alexander Roob, u.a., 2005
Richter Verlag
Gebundene Verlagsausgabe ISBN 3-937572-17-1
49.00 EUR

